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Ein wertvoller Film  

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 maru
(@maru)
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Beigetreten:vor 2 Jahren 
Beiträge: 2
17/09/2019 3:34 am  

Nun "großartig" möchte ich diesen nicht nennen, aber wertvoll auf alle Fälle. Kaum ein anderer Film liess mich derart sprachlos zurück wie dieser (vielleicht auch deshalb fast keine Diskussion hier?), kaum ein anderer Film zeigt so offen wie diese Welt heute stattfindet (funktionieren kann man wohl nicht sagen).
Da zeigt einer sein Leben , was man kurz mit "erst wüst und Rot, dann Wüstenrot" , zusammenfassen kann. Das schreckliche dabei scheint mir das da einer der noch nichtmal zur Spitze des Eisberges vom "Geldfaschismus" irgendwelcher Banker gehört, uns das zeigt was unterhalb des sichtbaren erfolgt, und wir wissen doch wie groß solch Eisberge sind...
Da wird locker und jovial über die Probleme des Yuppie berichtet, die selber hat 180 000 Franken vom Schweizer Konto nach Südamerika zu transferiern, und über seine Depedancen in der weiten Welt, welcher er betreibt weil die Schweiz ihm zu klein wurde. Nicht einmal wird reflektiert was Menschen machen welche nicht mit goldenen Löffel im Mund geboren wurden und weder über Schweizer Konten verfügen, oft noch nichtmal eine menschenwürdige Wohnuung  besitzen und eben nicht mal eben durch die Welt jeten können, a la gefällts mir hier nicht kauf ich anderswo eine Wohnung. Nirgendwo wird reflektiert ob es heute noch rein "Ressourcenmässig" (vom Klima etc will ich gar nicht reden) passt x Wohnungen zu besitzen, auch wenn man das finanziell stemmen kann.
Adererseits präferiert man das wachsen in die Vertikale um Wohnungsprobleme zu lösen (als ob das Wohnen das einzige Ressourcenproblem wäre, was uns das Milliardenschwere, egoistische Menschen in die Welt vögeln, bereitet). Politiker welch vor Überbevölkerung warnen werden abgebügelt man müssen ja nicht komplette Städte wie Luzern neu bauen, es reiche ja die Gebäude nur um ein paar Etagen aufzustocken...abgesehen das das Falsch ist  (natürlich brauchen mehr Menschen auch mehr Infrastruktur, oder wollen sie in einer recht gläubigen Schweiz auch Kirchen aufstocken, und und und), fragt keiner ob es denn überhaupt gut, sinnvoll oder wünschenswert ist, eine endliche Welt endlos zu Bevölkern?
Man schwärmt von Vermassungs Hot Spot wie Rio mit 12 Millionen im Kern und 20 Millionen am Rand , sorry soll das die Lebensqualität werden welche Mensch sich vorzustellen hat? Ist ein Leben selbst in  diesen "Gated Communitys" , lebenswert auch wenn "Bello" dort seinen eigenen Park hat wo er an den Baum pinkeln kann? Sind solch Oasen, umgeben von Slums, "DAS" wonach freie , kultivierte und kluge Menschen streben - so sie sich das leisten können, versteht sich? Keiner fragt konkret ob denn solch Milliardenschweres anwachsen der Weltbevölkerung sein muss (egal aller Verteilungsfragen), kann man denn nicht durchschnittlich nur maximal zwei Kinder , besser noch eins zeugen? Tiere sind da weiter als das vermeintlich "denkende" Wesen Mensch, wird Futter/Platz knapp, werden weniger Junge geboren. Der Mensch hat solche Instinkte verlohren und mit dem Denken noch nicht begonnen. Frauen werden - aus diversen, oft niederen Gründen - zu Gebärmaschinen degradiert, das Leben definiert sich nach Masse denn Qualität.
Das wertvolle an diesen Film ist, das Sie zeigen, das nicht nur die paar Investmentbanker, korrupte Politiker und all die Schurken, welche gern benannt werden, Teil des Problem sind, sondern eben auch die Masse der oberen Mittelschicht, eben auch all jene  Haemmerlis dieser Welt! Rechts/Links ist höchstens ein äusserliches Merkmal und oft belanglos - was ändert es an Haemmerli welcher einst Besetzer war und jetzt Besitzer ist? Es ist dieser "Geldfaschismus" zu bekämpfen, und andere Probleme lösen sich oft von selbst! Es sind diese Haemmerlis zu bekämpfen welche ihr Erbe verprassen oder ihr Vermögen welches keinen Gegenwert zu ihrer Leistung abbildet. Wenn die Haemmerlis dieser Welt für hunderttausende oder gar Millionen Franken sich vier Wohnsitze leisten, wieviele müsste sich dann zum Beispiel die Schicht arbeitende Krankenschwester auf der Intensivstation leisten können (obzwar ich glaube das diese sich solch dummen Luxus nie antuen täte, weil wer, der für einen Bruchteil des Entgelt am Menschen malocht, wohl eine andere Sicht auf die Welt hat!)?
Der Film zeigt schlussendlich das die Haemmerlis genau wissen was sie tun, wenn sie da derart ironisch und jovial sich als "Finsterling" betiteln. Die wissen es vielleicht noch besser was sie sie der Menschheit antuen als manch irrer, Weltentrückter Diktator, welcher selber glaubt er sei Gott...
Wenn der Mensch nur einen Funken Verstand hätte müsste er, spätestens nach anschauen dieses Film, diese Schicht der Haemmerlis aus ihren x Villen oder Nebenwohungen jagen, und diesen Wohnraum Bedürftigen zuweisen.

Leider glaube ich aber nicht an die Vernuft des Menschen. Die Herrscher werden weiter Herrschen, die reiche Mittelschicht weiter Geld verprassen und Pfründe sichern, die Arbeiter weiter arbeiten. Unten wird weiter vegetiert ohne die Faust aus der Tasche zu holen, und wo "Revolution" gespielt wird, werden nur die Namen ausgetauscht, die Diktatur, das Prinzip bleibt.
Am Ende wird der Ressourcenmangel - sauberes Wasser kann man im Gegensatz zu Häusern nicht Aufstocken - zu Kriegen führen, es werden dann sicher erstmals Neutronenbomben eingesetzt und die Welt - falls wer überlebt - "gesundgeschrumpft"...man verzeihe mir meinen Zynismus.
Was das einzig schöne daran ist, bei solch globalen Kriegen um letzte Ressurcen da sind wir wieder alle gleich, Granaten machen dann auch keinen Bogen um die Villen der Reichen, auch ein Haemmerli kann derart globalen Konflikten nicht entfliehen, es gibt keine Rückzugsorte mehr - und das ist gut so.

Bearbeitet:vor 2 Jahren 

  
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